Am 12.07. wäre der Termin für das dritte Ravensburger Altstadtrennen des KJC Ravensburg e.V. gewesen und leider muss man sagen, „wäre“. Corona bedingt können Sportveranstaltungen aktuell nur erschwert auf die Beine gestellt werden oder finden gar nicht erst statt. Als Alternative veranstaltete die Organisatoren des Jugend- und Nachwuchsrennen nun spontan eine Sternfahrt für Radgruppen und Radfahrer der Region.


Für das Altstadtrennen hatten Tobias Hübner und Daniel Gathof schon einige neue neue Ideen in der Planung, welche man mit Start der Pandemie erst einmal auf Eis legte. „Zu Beginn dachten wir wie allen anderen auch, dass man im Sommer schon wieder zurück in der Normalität sein würde“, so Hübner zu den ersten Gedanken. Eigentlich wollte man eine Etappe der Baden-Württemberg Liga mit aufnehmen und so wären junge Radrennfahrer aus dem ganzen Land nach Ravensburg gekommen. Der Event sollte weiter wachsen. „Im Mai haben wir intern dann beschlossen, dass wir 2020 kein Rennen machen werden“, ergänzt Gathof. Zu groß waren Orga-Auwand und Unsicherheiten mit einer Veranstaltung in der Innenstadt. Im selben Zeitraum war auch klar, dass es eine Alternative geben wird. Nur wie diese aussehen kann war Dank vieler Auflagen oder teils wöchentlicher Änderungen in Sachen Kontakt unter Sportlern sowie normalen Menschen dann doch länger unklar wie man sich gewünscht hatte. Die Location Marienplatz wollte man nicht ganz aufgeben und auch das Miteinander bei Rad fahren sollte Bestandteil der Alternative sein. Mit den Lockerungen ist nun klar was im erlaubten ist und auch aus KJC Sicht Sinn macht.


So veranstaltete man 12.07. zusammen mit der Charity Organisation „Radfahren für Kinder“, welche auch unter dem Dach des KJC agiert, eine Sternfahrt mit Ziel Holzmarkt/ Marienplatz. Radtreffes, Vereine und Gruppen konnten ihre Tour so planen, dass sie zwischen 11:00 und 15:00Uhr am nördlichem Marienplatz auf den Holzmarkt an- oder vorbeikammen. Dort wurde ein Meeting-Point eingerichtet, wo man die Kilometer und Namen der Sportler sammelte sowie die Radgruppe vor einer Foto-Wand ablichtete. „Natürlich hatte jede Gruppe eine Spende dabei haben, welche wir zu 100% an den Förderverein Radfahren für Kinder abgeben“, so Hübner zum neuen Event. Gefahren sind an dem Tag über 70 Spoprtler und zusammengekommen sind 700€ an Spendengeldern. Die Aktion diente nicht nur als Ersatz für das Radrennen, sondern sollte auch ein Zeichen gegen Corona sein und den aktuellen Trend zum radeln aktiv nutzen. Auch wenn es am Ende nicht ihr geliebtes Heimrennen auf dem Marienplatz war, sind natürlich auch die Kids und Jugendlichen des KJC-FEO-Teams selbst in Kleingruppen an der Aktion mitgefahren.